Oktober 2010:
Es wird Herbst. Morgens ist alles von Spinnennetzen überzogen, z.B. die wunderbare kleine Birke 'Trost's Dwarf'. Diese Birke ist mein ganzer Stolz, man bekommt sie so gut wie gar nicht. Ich bin zufällig darüber gestolpert und habe mich sofort in das Bäumchen verliebt, ohne genau zu wissen, was es ist. Die Verkäuferin wusste es auch nicht und war froh, es los zu werden, da es wohl eine Retoure eines Kunden war.
Wühlmäuse sind ein großes Problem (das sollte ich nach dem Winter leider feststellen müssen. Alles, was ich nicht in Draht pflanzte, wurde angenagt, z.B. einige schöne Taglilien. Aber schon im Herbst war ich mit meiner Falle erfolgreich gewesen.
Das nächste Projekt wurde angegangen: der ehemalige Schafstall wurde abgerissen, das morsche Holz nahm mit der Nachbar gleich mit Freuden ab und integrierte es in seinen wachsenden und liebevoll aufgebauten Holzstapel (er fährt jeden Morgen mit dem Fahrrad in den Wald und bringt auf dem Anhänger ein paar grob zersägte Stämme her). Leider diente der Schafstall zuletzt als Mülldeponie: ich fand einen alten Grill, noch mit Aschereste und v.a. jede Menge blaue Plastikplanen, die beim Anfassen in viele kleine und kleinste Teile zerfielen.
Z. hat mich tatkräftig unterstützt und einen Holunder ausgegraben.
Teilweise in strömendem Regen haben P. und ich dann das Gerätehaus aufgebaut. Wir waren zwei Tage beschäftigt, haben unzählige Schrauben reingedreht - mit unseren Akkuschraubbohrern machte das richtig Spass. Jetzt habe ich endlich Platz für den Rasenmäher, die Gartenschläuche, Dünger, Gartengeräte, Gartenstühle und Sonnenschirm usw.
Crocus speciosus Albus
November 2010:
Der Platz vor dem Geräteschuppen ist teilweise gerodet. Dort sollen die Hemerocallis-Sämlinge von J. ihren Platz finden. Wegen der Wühlmäuse habe ich einen Teil der Erde ausgehoben und mit Kaninchendraht ausgelegt - eine mühsame Arbeit und es sieht auch nicht sehr schön aus. Aber alle in Draht gepackten Pflanzen haben überlebt, einige andere leider nicht.
Im vorderen Teil haben viele meiner Iris ihren Platz gefunden, dazwischen Grasnelken, Glockenblumen, Krokusse usw.
Wir haben einen schönen und ruhigen Tag genutzt, um einen Spaziergang zu machen. Eigentlich wollten wir über die Wiesen gegenüber gehen. Aber durch den vielen Regen der vergangen Wochen standen diese unter Wasser. Nicht weit vom Dorf entfernt entdeckten wir dagegen einen See, der an diesem Tag traumhaft ruhig und unberührt da lag.
Am selben Tag, eine Stunde später:
Dezember 2010:
Nun geben die Schneebeeren auch wieder den Blick frei auf das, was den ganzen Sommer über verborgen war.
Letzte Ernte.